| Schulspiegel Juni 2009 |
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Liebe Eltern, Freunde und Förderer der Hauptschule Isernhagen! Dieses ist nun der letzte Schulspiegel, der Sie vom Standort, der die letzten 30 Jahre das Zuhause der Hauptschule Isernhagen war, erreicht. Der nächste Schulspiegel, den Sie im Herbst dieses Jahres erhalten werden, wird bereits die Adresse der Jacobistraße tragen. Damit ist nun nicht nur eine lange Zeit der Unsicherheit über den endgültigen Standort der Hauptschule vorüber, sondern auch endlich die Gelegenheit gegeben, der höchst erfolgreichen Arbeit an der Hauptschule Isernhagen den entsprechenden Rahmen zur Verfügung zu stellen. Auch wenn die meisten Angehِrigen der Hauptschule das Schulzentrum mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen, so überwiegt doch die Freude auf die neue Schule. Gerade in den letzten Monaten und Jahren, seit der Auflösung der Orientierungsstufe hatte vor allem die Hauptschule mit einem unzureichenden Platzangebot im Schulzentrum zu kämpfen. Das Fehlen von Räumen zur Unterrichtsdifferenzierung, die Benutzung des einzigen Gruppenraumes als Klassenraum, die gemeinsame Nutzung der Fachrنume mit den anderen Schulen und viele Probleme, die sich durch ـberschneidungen ergaben, haben die Möglichkeit zur Differenzierung, zur abwechslungsreichen und interessanten Gestaltung des Unterrichts doch das eine oder andere Mal erheblich eingeschränkt und gehören nun hoffentlich der Vergangenheit an. Aber nicht nur das Platzangebot und die Ausstattung der Schule werden sich ändern, auch der Name unserer Schule wird in Zukunft ein anderer sein. Es ging dabei ganz sicher nicht um den Versuch, die Hauptschule Isernhagen hinter einem individuellen Namen zu verstecken. Vielmehr wird neben der Identifikation mit dem Namen der Versuch unternommen, auch Außenstehenden zu dokumentieren, welche Bedingungen für das Lehren und Lernen hier von Bedeutung sind. Neben der regionalen Verbundenheit ist dieses vor allem auch eine Rückbesinnung auf die wichtigen Basiskompetenzen der schulischen Arbeit, zu denen auch die Auseinandersetzung mit historischen Quellen und deren Aufbereitung gehِrt. (Mehr zum Schulnamen im weiteren Verlauf) Die erfreulich zeitgerecht laufenden Neu- und Umbaumaßnahmen in der Jacobistraße lassen zum heutigen Zeitpunkt erwarten, dass der Unterricht nach den großen Ferien planmäßig und ohne größere Beeinträchtigungen beginnen kann und dass wir dieses Ereignis mit allen Schülern, Eltern, Lehrern, Freunden und Förderern der Hauptschule Isernhagen gebührend feiern kِnnen. Bis dahin wünsche ich Ihnen und Ihren Familien erholsame Sommerferien und hoffe auf ein Wiedersehen in der Jacobistraße. Dr. Martin Bruns
Namensgeber für die Hauptschule in Isernhagen Im Frühjahr dieses Jahres wurde die Hauptschule von der Geschäftsführerin des Vereins Politik zum Anfassen, Frau Dehmel, nach ihrem Interesse hinsichtlich der Mitarbeit an einem regionalgeschichtlichen Projekt befragt. Da die Hauptschule seit langem ein großes Interesse an der Beschäftigung mit regionalgeschichtlichen und –politischen Themen hat, bedurfte es auch keiner langen Vorlaufzeit zur Meinungsbildung. Innerhalb kurzer Zeit konnte Herr Hammann als betreuender Lehrer und eine Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler benannt sowie die Zustimmungen der Konferenzen eingeholt werden. Damit konnte die Arbeitsgemeinschaft ihre Forschungstätigkeit aufnehmen und in die Herstellung der DVD einsteigen. Zur Person Heinrich Hellers schreiben die Teilnehmer des Projets: Unser Namenspatron: H E I N R I C H H E L L E R ( 1970- 1890 ) ein Landwirt aus Isernhagen Im Mنrz 1945 wurden die Außenstellen der Konzentrationslager in Mühlenberg und Misburg aufgelöst. In sogenannten "Todesmärschen" wurden die Gefangenen in das Hauptlager nach Bergen-Belsen "gebracht". In Isernhagen FB floh der Häftling Friedländer unbemerkt und lief in das Haus von Heinrich Heller. Dieser versteckte ihn und rettete dadurch das Leben des Häftlings unter Lebensgefahr für sich und seine Familie. Heinrich Heller tat etwas zutiefst Menschliches. Er zeigte Zivilcourage. Unter Todesgefahr setzte er ein Zeichen gegen Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Willkür eines diktatorischen Systems. Am 14. Mai entschied der Rat der Gemeinde Isernhagen, dass unsere Schule zukünftig den Namen Heinrich-Heller-Schule tragen wird. Am 20. April war es wieder soweit; die Klassen 10a und 10b brachen am frühen Morgen unter Begleitung ihrer Klassenlehrer und von Frau Mehlhorn zur ihrer fünftägigen Abschlussfahrt nach England auf. Ziel war auch in diesem Jahr der Ort Eastbourne an der Südküste Englands. Von hier aus wurden Ausflüge unternommen z.B. nach London oder Brighton. Durch das Wohnen in Gastfamilien hatten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Mِglichkeit ihre Kenntnisse in der englischen Sprache zu testen, sondern bekamen auch einen Einblick in das Leben und den Tagesablauf ihrer Gastfamilien. Mit dem 11.05. begann dann der jährlich wiederkehrende Stress der Abschlussprüfungen. Die SchülerInnen der Klassen 9 hatten die für alle niedersächsischen Schulen einheitlichen schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch und Mathematik, die SchülerInnen der 10. Klassen auch im Fach Englisch zu bewerkstelligen. Trotz vieler „böser“ Vorahnungen bei Schülerinnen und Schülern waren die Meisten doch sehr zufrieden mit den von ihnen erreichten Ergebnissen. Eine Feststellung, die im übrigen auch für die mündlichen Prüfungen Anfang des Monats galt. Auch im zurückliegenden Schuljahr hat uns die Bürgerstiftung Isernhagen wieder bei verschiedenen Projekten großzügig unterstützt. Zusätzlich zu der auch in diesem Schuljahr wieder angebotenen Hilfe durch die Paten der „Hand in Hand Initiative“ werden interessierte Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs am 10. Juni an einer Veranstaltung teilnehmen können. Die Bürgerstiftung Isernhagen übernimmt die Kosten eines hochkarätigen Seminars „Soziale Kompetenzen - erfolgreich den Berufsstart meistern“. Durchgeführt wird das Seminar in der Schule von Frau Creutzburg, die die Agentur für Unternehmenskommunikation, Seminare, Coaching und PR vertritt. Auf Einladung der Ernst-Reuter-Schule war Frau Blazy mit ihrer Arbeitsgemeinschaft „Schwarzlichttheater“ am 10.06. in Pattensen. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, ihre Arbeit mit einem ähnlichen Angebot einer anderen Schule zu vergleichen, Anregungen zu erhalten und Kontakte zu knüpfen. Die Klasse 9a besuchte mit ihrer Klassenlehrerin Frau Arnold am 11.06. die Drogenberatungsstelle „Drobs“ in Hannover. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung wurden den Schülerinnen und Schülern von Fachleuten die Risiken und Gefahren des Drogenmissbrauchs vor Augen geführt. Die Veranstaltung stellte damit eine eindringliche und sinnvolle Ergänzung der im Unterricht bereits vermittelten Inhalte dar.
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