| Schulspiegel Dezember 2010 |
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Liebe Eltern, Freunde und Förderer der Hauptschule Isernhagen!
Wenn Sie in diesen Tagen Schülerinnen und Schüler fragen, was sie am meisten beschäftigt, erhalten Sie oft die Antwort: „Verkehrsdurchsagen“. Die erstaunte Reaktion auf diese Antwort und die Feststellung, dass ein Schüler der sechsten Klasse doch wohl kaum mit einem eigenen Kraftfahrzeug zur Schule kommt, klärt sich aber schnell. Es geht nicht um Staumeldungen, sondern um die erhoffte Durchsage, dass der Unterricht witterungsbedingt ausfällt. Auch wenn diese Hoffnung bisher ohne Erfolg war, zeigt es aber, dass wir uns mit großen Schritten dem Winter und damit dem Ende des Jahres nähern. Traditionell ist dieses die Zeit, auf das vergangene Jahr zurückzuschauen und eine Bilanz zu ziehen. Die bestimmenden Themen des letzten Jahres bzw. Schulhalbjahres waren sicherlich die neuen Erlasse für die Arbeit an der Hauptschule, die Ganztagsbetreuung, die Maßnahmen zur Berufsorientierung, die Gewinnung neuer Kooperationspartner und die weitere Gestaltung des Schulgebäudes und –geländes. Aber auch weniger spektakuläre Maßnahmen, deren Umsetzung oder Erweiterung wir pädagogisch für relevant hielten, bestimmten unsere Arbeit. Hier sind z. B. die Einführung der Schularbeitenhilfe und die Ausweitung des Förderunterrichts zu nennen. Auch wenn wir wissen, dass sich die Attraktivität der Heinrich-Heller-Schule, ihre Angebote und pädagogischen Erfolge durchaus mit anderen Schulen messen können, war es doch überraschend festzustellen, dass die Anmeldezahlen stiegen und nicht, wie an anderen Hauptschulen, rückläufig waren. So haben wir im letzten halben Jahr nicht nur interessante Informationsabende erlebt, sondern haben trotz des laufenden Schuljahres auch nach wie vor Anfragen bezüglich Umschulungen, Besichtigungen und Beratungen. Ein häufig gering geschätzter, aber für die Pädagogik an der Heinrich-Heller-Schule wichtiger Aspekt eines positiven Schullebens, konnte in diesem Jahr ein großes Stück weiterentwickelt werden: die Schulgemeinschaft. So können wir mehr als stolz feststellen, dass den Schülerinnen und Schülern nicht nur Fachunterricht von hoher Qualität in Verbindung mit einer herausragenden Ausstattung geboten wird, sondern auch eine in jeder Weise positive soziale Lerngemeinschaft praktiziert wird. Wenn die Medien in den letzten Monaten über die schulpädagogischen Diskussionen berichteten, fanden sich immer wieder Schlagworte, wie die individuelle Förderung, Inklusion, Konfliktschlichtung oder integrative Maßnahmen. Häufig haben wir uns auf Dienstbesprechungen oder Konferenzen gefragt, was ist daran neu? Die Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler wird an der Heinrich-Heller-Schule von je her als Chance für das Lernen und die soziale Gemeinschaft und nicht als Last empfunden. Die Planung des Unterrichts wird auf die Vielfalt und Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler hin ausgerichtet. Auch zurückliegend waren die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heller-Schule verschieden im Hinblick auf ihr Geschlecht, das Alter, die soziale Herkunft und ihre Interessen. Auch im Hinblick auf ihre Nationalität, ihre Muttersprache und Religion gab und gibt es Unterschiede und natürlich differierten auch die sozialen Kompetenzen, die Begabungen und auch die individuellen Defizite. Es ist daher zwangsläufig, dass eine Förderung möglichst individuell zu erfolgen hat. Die Gestaltung des Unterrichts, sein Konzept und seine Planung richten sich daher an diesen Individualitäten aus. Gleichwohl ermöglichen aber der Unterricht und das Schulleben auch vielfältige Erfahrungen in der Gemeinschaft zu machen. Die Schüler fühlen sich als Eigentümer ihrer Schule und behandeln diese selbstverständlich auch so. Diese positiven Belege pädagogischer Arbeit, die ihre Fortführung auch in der Nachmittagsbetreuung finden, waren u. a. der Anlass für den Besuch niedersächsischer Spitzenpolitiker in der Heinrich-Heller-Schule. So wurde die Heinrich-Heller-Schule als 1000. Ganztagsschule ausgewählt und konnte am 18.11.2010 den niedersächsischen Ministerpräsidenten und den niedersächsischen Kultusminister in der Schule begrüßen. Herr McAllister und Herr Dr. Althusmann besichtigten besichtigten die Schule, ließen sich Ausschnitte aus verschiedenen Angeboten vorführen, trugen sich in das Gästebuch der Schule ein und nahmen einen von der Schülerfirma Catering zubereiteten Imbiss zu sich. Die Schülerfirma Catering hat ihren Probelauf erfolgreich abgeschlossen! Die Schülerfirma der Heinrich-Heller-Schule, die unter der Leitung von Frau Wedekind und Frau Bartels kalte und warme Buffets und Fingerfood anbietet, hat ihre ersten Probeläufe erfolgreich beendet. Die Gäste der Heinrich-Heller-Schule konnten sich anlässlich des Politikerbesuches am 18.11.2010 bereits von der Vielseitigkeit und der Qualität überzeugen. Ein großer Erfolg in der Öffentlichkeit war die Ausgestaltung des Caterings anlässlich des Jahresempfangs der Bürgerstiftung Isernhagen. Hier galt es 120 Personen mit leckeren Speisen und Getränken zu versorgen. Eine Aufgabe, die die Schülerinnen und Schüler zur Freude der Gäste mit Bravour lösten.
Dr. Martin Bruns
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